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Reisebericht Emilia Romagna vom 3. – 16.5.2018 von Anita und Günter Schug

Reisebericht Emilia Romagna vom 3. – 16.5.2018 von Anita und Günter Schug

Bereits auf dem Jahrestreffen 2017 hatten wir uns für die Teilnahme an diesem Pilotprojekt einer Schlemmerreise angemeldet. Der wichtigste Grund waren die beiden Reiseleiter, Giacomo und Haydee Belardi; das konnte nur gelingen. Der zweite Grund, diese Region Italiens war uns nicht bekannt.
Also ging es zunächst zum Treffpunkt an den Gardasee, nähe Bardolino. Was uns wunderte war, dass sich nur 4 Paare für dieses „Experiment“ angemeldet hatten. Für uns hatte dies aber den Vorteil, der ganz intimen und individuellen Betreuung. Diese Individualität wurde bereits beim Begrüßungsessen unter Beweis gestellt. Das erste Schlemmen fand im Franciscus in Bardolino statt. Ob Fisch, ob Fleisch, ob vegetarisch, alle Wünsche wurden im Laufe der Tour berücksichtigt
Gemütlich ging es am Freitag nach Mantova auf einen sehr netten, mitten im grünen und ganz nah an der Stadt gelegenen Stellplatz, mit sauberen Sanitäranlagen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Stadt Mantua, strategisch günstig, von drei Seiten von Wasser umgeben. Wasser sollte auch der wichtigste Begleiter durch diese sehr fruchtbare Provinz Italiens bis ins Po-Delta sein.
Was wäre Italien und die Emilia ohne den Parmaschinken. Also ging es am Samstag ganz individuell nach Langhirano. Wir persönlich machten einen Stopp in Brescello, dem Städtchen von Don Camillo und Peppone (zu empfehlen!). Nächster Stopp war für uns beide Torrechiara und das Castel. Wundervolle Wandmalereien und Fresken, über deren Bedeutung wir gerne mehr erfahren hätten. Der Tolle Blick von oben entschädigte. Danach also der Schinken. Ein langwieriger, unter ständiger Prüfung stattfindender Prozess. Am Ende der Firmenbesichtigung blieben für uns jedoch noch einige Fragen offen. Nicht offen blieb die Superqualität des Schinkens, den wir bei einer ausgiebigen Verkostung zu uns nahmen.
Nächste Station war Modena. Der Wohnmobilstellplatz Camperclub, einschl. ausreichender Sanitäranlage und Clubraum, war für die nächsten drei Nächte unser Quartier. Mantova und Modena gehörten, wie ganz Oberitalien, lange Zeit zu Österreich. Dies spiegelt sich heute noch auf den Speisekarten wieder. Gerade in der Po-Ebene fehlten die harten Bodenschätze, wie Marmor oder Granit. Deshalb ist hier alles aus „Erde“, sprich Lehmziegel, Terrakotta, also „rot“. Sonntag in Modena!!, die Damen waren natürlich enttäuscht, die tollen Geschäfte hatten geschlossen. Die Herren freuten sich, blieben die Kreditkarten ungenutzt! Modena bedeutet in erster Linie schnelle Autos. Also ging es zunächst ins Ferrari Museum, ein modernes, kühles Gebäude. Schwerpunkt der Ausstellung „Frauen und schnelle Autos“. Die  Herren waren ein bisschen enttäuscht, fehlten doch die Rennwagen! Diesen wichtigen Punkt notierte sich Giacomo sofort. Also, liebe Herren, beim nächsten Mal geht es vielleicht nach Marinello in die Scuderia.
Aber auch die Musik spielt eine wichtige Rolle. In Modena wohnte und arbeitete der Operntenor Pavarotti. Am Abend fand das traditionelle, leicht abgewandelte SIWA-Salatbuffet (Stichwort: Schlemmerreise) im Clubraum statt. Was wäre Italien ohne seinen Parmesankäse und dem Balsamico. Beides lernten wir bei zwei weiteren Führungen, selbstverständlich mit köstlicher Verkostung am nächsten Tag kennen, incl. eines privaten Maserati-Museums. Am Nachmittag ging die Reise weiter nach Bologna, auch die „Fette“ – wegen der guten Küche – genannt. Dienstag dann mit unserem Stadtführer Baltasar kreuz und quer durch diese wunderschöne von Touristen (Gott sei Dank) noch nicht so frequentierte Stadt der Laubengänge, exklusiven Geschäfte und lukullischen Genüsse. Am Nachmittag dann nochmals starke Motoren, die Besichtigung vom Ducati Museum. Am Abend stand „Schlemmen“ im Campingplatz Restaurant auf dem Plan. Mittwoch Ruhetag und Zeit für eigene Aktivitäten oder einfach mal Faulenzen. Donnerstag hieß es weiterziehen. Über Castel San Pietro Terme ging es ins Künstlerstädtchen Dozza und zur Mittagszeit in Giacomos Stammlokal „La Scuderia“. Was soll ich sagen: Genuss pur. Wir verlassen das nette Städtchen und fahren Richtung Lido di Dante, ans Meer. Leider werden wir nicht nur von einem starken Gewitter empfangen, nein! Auch die (Tiger-)Mücken freuen sich, uns zu sehen. Die feucht-warme Luft schlägt uns entgegen, nichts ist es mit frischer Meeresbrise. Das Meer liegt hinter einem Naturschutzgürtel versteckt. Durch einen schmalen Pfad gelangt man zum wunderschönen Meer. Da wir – leider – so früh im Jahr unterwegs sind, ist der Strand noch nicht gesäubert und die „Bagni‘s“ noch nicht eingerichtet. Aufgrund der frühen Jahreszeit waren auch die diversen, sehr schönen Poolanlagen noch geschlossen. Eine evtl. spätere Reisezeit wurde von Giacomo natürlich in sein „Büchlein“ eintragen. Am Freitag treffen wir wieder Baldassare, der uns fachkundig durch das wunderschöne Ravenna mit seinen Kunstschätzen führt. Am Samstag müssen wir Abschied von der Emilia Romagna nehmen. Es geht in den Zwergstaat „San Marino“. Nach der Schwüle in der Tiefebene, ist es hier oben auf dem Berg sehr angenehm bis kühl. Wir genießen das Klima und werden am Abend mit einem Essen im Campingrestaurant verwöhnt. Sonntag Ruhetag. Jeder geht seines Weges, einige Herren kümmern sich um die WoMo’s, die einen halten Hausputze, die anderen Waschen ihre Wäsche oder tun einfach nix. Denn am nächsten Tag steht die Fahrt ins Blaue auf dem Programm. Keiner der Teilnehmer weiß, was auf uns zukommt. Trotz Sonne ist es recht kühl als wir bereits um 8.30 Uhr in den Bus steigen. Es geht irgendwie endlos durch das wundervolle, hügelige Hinterland. Privat wäre man hier ja nie hingekommen. Eine geführte Tour ist immer ein wundervolles Erlebnis, vor allem mit diesen beiden Reiseleiten. Der Bus macht in „Mondaino“ halt. Hier werden wir von einem „wunderlich“ gekleideten Doctore empfangen. Er verkörpert den bekannten Dichter Dante. Auf der Suche nach seiner bezaubernden Frau „Beatrice“. Diese findet er in mir!! Ratz fatz werde ich ebenfalls in ein historisches Kostüm gesteckt und gemeinsam führen wir die Gruppe durch diese vom Salzhandel reich gewordene Stadt. Die Grenze zwischen der Region Romagna und Marchen führt mitten durch die Stadt. In dieser geteilten Stadt gibt es alles Doppelt: also zwei Bürgermeister, zwei Kirchen, zwei Religionen etc. Ein Nachlesen der Geschichte dieser Region lohnt auf jeden Fall. Ein weiterer kleiner Höhepunkt war der Besuch der traditionellen Produktion des „Gruben-Schafskäses“ – selbstverständlich mit kleiner Verkostung. Ich lege mein Kostüm ab und es geht weiter nach Coriano auf ein Bio-Weingut mit Agriturismo. Für die Weinliebhaber ein Genuss. Der zusätzlich angebotene Mittagsimbiss lässt fast den Tisch biegen. So langsam komme ich mir wie Max und Moritz vor, die mit dicken Bäuchen und noch einem Hähnchenschenkel darnieder liegen. Es ist einfach zu köstlich. Der Abend beschert uns starken Wind und ein kräftiges Gewitter. Apropo Regen, es vergeht kein Tag, ohne einen kleinen bis mittleren Regenguss, aber immer abseits unserer Exkursionen. Glück muss der Mensch haben. Dienstag dann San Marion. Die Sonne scheint, es ist kühl und der Wind weht. Dennoch sind wir wohlgemut, es ist ja schließlich (fast)Sommer. Aber oben auf dem Berg hat sich das noch nicht rumgesprochen. Wir frieren alle gar fürchterlich. Was tun. Die ganze Mannschaft ab in einen „Touriladen“. Wärmende Sweat-Shirt-Jacken mit unterschiedlichen Schriftzügen werden erworben. Danach können wir die Stadtführung mit Leonardo so richtig genießen. Anschließend hat jeder noch reichlich Zeit auf eigene Faust die Stadt und die drei Wehrtürme zu besuchen. Am Abend steht – leider – schon unser Abschiedsessen im Restaurant „Garden“ auf dem Plan. Der Koch und Giacomo übertreffen sich mal wieder, und erfüllen auch den allerletzten „Sonder“-Wunsch. Sogar die Deutschen Essenzeiten finden im Laufe der Woche immer wieder Berücksichtigung. Wenn der Deutsche fertig ist, fängt der Italiener erst an! Mittwoch, 16. Mai alles hat ein Ende……
Mit einem köstlichen Cappuccino und einem frisch Brioches heißt es „Ciao arrivederci a presto“ zu sagen.
Unser Fazit: Es hat sich gelohnt als Testfahrer dabei gewesen zu sein. Alle wichtigen evtl. zu verbessernden Punkte wurden auf der obligatorischen Schlussbesprechung angesprochen. Giacomo und Haydee vielen Dank für eure professionelle Begleitung und die tolle Vorbereitung. Italien hat mehr zu bieten, als Strand und Meer, das habt ihr uns in hervorragender Weise näher gebracht.

PS: Sollten wir ein Essen, einen hervorragenden Imbiss oder einen weiteren Höhepunkt im Bericht vergessen haben, so bitten wir dies zu entschuldigen. 

SIWA TOURS
Siegfried Wagner
Industriestraße 50
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