Reisebericht Emilia Romagna vom 3. – 16.5.2018 von Anita und Günter Schug

Reisebericht Emilia Romagna vom 3. – 16.5.2018 von Anita und Günter Schug

Bereits auf dem Jahrestreffen 2017 hatten wir uns für die Teilnahme an diesem Pilotprojekt einer Schlemmerreise angemeldet. Der wichtigste Grund waren die beiden Reiseleiter, Giacomo und Haydee Belardi; das konnte nur gelingen. Der zweite Grund, diese Region Italiens war uns nicht bekannt.
Also ging es zunächst zum Treffpunkt an den Gardasee, nähe Bardolino. Was uns wunderte war, dass sich nur 4 Paare für dieses „Experiment“ angemeldet hatten. Für uns hatte dies aber den Vorteil, der ganz intimen und individuellen Betreuung. Diese Individualität wurde bereits beim Begrüßungsessen unter Beweis gestellt. Das erste Schlemmen fand im Franciscus in Bardolino statt. Ob Fisch, ob Fleisch, ob vegetarisch, alle Wünsche wurden im Laufe der Tour berücksichtigt
Gemütlich ging es am Freitag nach Mantova auf einen sehr netten, mitten im grünen und ganz nah an der Stadt gelegenen Stellplatz, mit sauberen Sanitäranlagen. Der Nachmittag stand ganz im Zeichen der Stadt Mantua, strategisch günstig, von drei Seiten von Wasser umgeben. Wasser sollte auch der wichtigste Begleiter durch diese sehr fruchtbare Provinz Italiens bis ins Po-Delta sein.
Was wäre Italien und die Emilia ohne den Parmaschinken. Also ging es am Samstag ganz individuell nach Langhirano. Wir persönlich machten einen Stopp in Brescello, dem Städtchen von Don Camillo und Peppone (zu empfehlen!). Nächster Stopp war für uns beide Torrechiara und das Castel. Wundervolle Wandmalereien und Fresken, über deren Bedeutung wir gerne mehr erfahren hätten. Der Tolle Blick von oben entschädigte. Danach also der Schinken. Ein langwieriger, unter ständiger Prüfung stattfindender Prozess. Am Ende der Firmenbesichtigung blieben für uns jedoch noch einige Fragen offen. Nicht offen blieb die Superqualität des Schinkens, den wir bei einer ausgiebigen Verkostung zu uns nahmen.
Nächste Station war Modena. Der Wohnmobilstellplatz Camperclub, einschl. ausreichender Sanitäranlage und Clubraum, war für die nächsten drei Nächte unser Quartier. Mantova und Modena gehörten, wie ganz Oberitalien, lange Zeit zu Österreich. Dies spiegelt sich heute noch auf den Speisekarten wieder. Gerade in der Po-Ebene fehlten die harten Bodenschätze, wie Marmor oder Granit. Deshalb ist hier alles aus „Erde“, sprich Lehmziegel, Terrakotta, also „rot“. Sonntag in Modena!!, die Damen waren natürlich enttäuscht, die tollen Geschäfte hatten geschlossen. Die Herren freuten sich, blieben die Kreditkarten ungenutzt! Modena bedeutet in erster Linie schnelle Autos. Also ging es zunächst ins Ferrari Museum, ein modernes, kühles Gebäude. Schwerpunkt der Ausstellung „Frauen und schnelle Autos“. Die  Herren waren ein bisschen enttäuscht, fehlten doch die Rennwagen! Diesen wichtigen Punkt notierte sich Giacomo sofort. Also, liebe Herren, beim nächsten Mal geht es vielleicht nach Marinello in die Scuderia.
Aber auch die Musik spielt eine wichtige Rolle. In Modena wohnte und arbeitete der Operntenor Pavarotti. Am Abend fand das traditionelle, leicht abgewandelte SIWA-Salatbuffet (Stichwort: Schlemmerreise) im Clubraum statt. Was wäre Italien ohne seinen Parmesankäse und dem Balsamico. Beides lernten wir bei zwei weiteren Führungen, selbstverständlich mit köstlicher Verkostung am nächsten Tag kennen, incl. eines privaten Maserati-Museums. Am Nachmittag ging die Reise weiter nach Bologna, auch die „Fette“ – wegen der guten Küche – genannt. Dienstag dann mit unserem Stadtführer Baltasar kreuz und quer durch diese wunderschöne von Touristen (Gott sei Dank) noch nicht so frequentierte Stadt der Laubengänge, exklusiven Geschäfte und lukullischen Genüsse. Am Nachmittag dann nochmals starke Motoren, die Besichtigung vom Ducati Museum. Am Abend stand „Schlemmen“ im Campingplatz Restaurant auf dem Plan. Mittwoch Ruhetag und Zeit für eigene Aktivitäten oder einfach mal Faulenzen. Donnerstag hieß es weiterziehen. Über Castel San Pietro Terme ging es ins Künstlerstädtchen Dozza und zur Mittagszeit in Giacomos Stammlokal „La Scuderia“. Was soll ich sagen: Genuss pur. Wir verlassen das nette Städtchen und fahren Richtung Lido di Dante, ans Meer. Leider werden wir nicht nur von einem starken Gewitter empfangen, nein! Auch die (Tiger-)Mücken freuen sich, uns zu sehen. Die feucht-warme Luft schlägt uns entgegen, nichts ist es mit frischer Meeresbrise. Das Meer liegt hinter einem Naturschutzgürtel versteckt. Durch einen schmalen Pfad gelangt man zum wunderschönen Meer. Da wir – leider – so früh im Jahr unterwegs sind, ist der Strand noch nicht gesäubert und die „Bagni‘s“ noch nicht eingerichtet. Aufgrund der frühen Jahreszeit waren auch die diversen, sehr schönen Poolanlagen noch geschlossen. Eine evtl. spätere Reisezeit wurde von Giacomo natürlich in sein „Büchlein“ eintragen. Am Freitag treffen wir wieder Baldassare, der uns fachkundig durch das wunderschöne Ravenna mit seinen Kunstschätzen führt. Am Samstag müssen wir Abschied von der Emilia Romagna nehmen. Es geht in den Zwergstaat „San Marino“. Nach der Schwüle in der Tiefebene, ist es hier oben auf dem Berg sehr angenehm bis kühl. Wir genießen das Klima und werden am Abend mit einem Essen im Campingrestaurant verwöhnt. Sonntag Ruhetag. Jeder geht seines Weges, einige Herren kümmern sich um die WoMo’s, die einen halten Hausputze, die anderen Waschen ihre Wäsche oder tun einfach nix. Denn am nächsten Tag steht die Fahrt ins Blaue auf dem Programm. Keiner der Teilnehmer weiß, was auf uns zukommt. Trotz Sonne ist es recht kühl als wir bereits um 8.30 Uhr in den Bus steigen. Es geht irgendwie endlos durch das wundervolle, hügelige Hinterland. Privat wäre man hier ja nie hingekommen. Eine geführte Tour ist immer ein wundervolles Erlebnis, vor allem mit diesen beiden Reiseleiten. Der Bus macht in „Mondaino“ halt. Hier werden wir von einem „wunderlich“ gekleideten Doctore empfangen. Er verkörpert den bekannten Dichter Dante. Auf der Suche nach seiner bezaubernden Frau „Beatrice“. Diese findet er in mir!! Ratz fatz werde ich ebenfalls in ein historisches Kostüm gesteckt und gemeinsam führen wir die Gruppe durch diese vom Salzhandel reich gewordene Stadt. Die Grenze zwischen der Region Romagna und Marchen führt mitten durch die Stadt. In dieser geteilten Stadt gibt es alles Doppelt: also zwei Bürgermeister, zwei Kirchen, zwei Religionen etc. Ein Nachlesen der Geschichte dieser Region lohnt auf jeden Fall. Ein weiterer kleiner Höhepunkt war der Besuch der traditionellen Produktion des „Gruben-Schafskäses“ – selbstverständlich mit kleiner Verkostung. Ich lege mein Kostüm ab und es geht weiter nach Coriano auf ein Bio-Weingut mit Agriturismo. Für die Weinliebhaber ein Genuss. Der zusätzlich angebotene Mittagsimbiss lässt fast den Tisch biegen. So langsam komme ich mir wie Max und Moritz vor, die mit dicken Bäuchen und noch einem Hähnchenschenkel darnieder liegen. Es ist einfach zu köstlich. Der Abend beschert uns starken Wind und ein kräftiges Gewitter. Apropo Regen, es vergeht kein Tag, ohne einen kleinen bis mittleren Regenguss, aber immer abseits unserer Exkursionen. Glück muss der Mensch haben. Dienstag dann San Marion. Die Sonne scheint, es ist kühl und der Wind weht. Dennoch sind wir wohlgemut, es ist ja schließlich (fast)Sommer. Aber oben auf dem Berg hat sich das noch nicht rumgesprochen. Wir frieren alle gar fürchterlich. Was tun. Die ganze Mannschaft ab in einen „Touriladen“. Wärmende Sweat-Shirt-Jacken mit unterschiedlichen Schriftzügen werden erworben. Danach können wir die Stadtführung mit Leonardo so richtig genießen. Anschließend hat jeder noch reichlich Zeit auf eigene Faust die Stadt und die drei Wehrtürme zu besuchen. Am Abend steht – leider – schon unser Abschiedsessen im Restaurant „Garden“ auf dem Plan. Der Koch und Giacomo übertreffen sich mal wieder, und erfüllen auch den allerletzten „Sonder“-Wunsch. Sogar die Deutschen Essenzeiten finden im Laufe der Woche immer wieder Berücksichtigung. Wenn der Deutsche fertig ist, fängt der Italiener erst an! Mittwoch, 16. Mai alles hat ein Ende……
Mit einem köstlichen Cappuccino und einem frisch Brioches heißt es „Ciao arrivederci a presto“ zu sagen.
Unser Fazit: Es hat sich gelohnt als Testfahrer dabei gewesen zu sein. Alle wichtigen evtl. zu verbessernden Punkte wurden auf der obligatorischen Schlussbesprechung angesprochen. Giacomo und Haydee vielen Dank für eure professionelle Begleitung und die tolle Vorbereitung. Italien hat mehr zu bieten, als Strand und Meer, das habt ihr uns in hervorragender Weise näher gebracht.

PS: Sollten wir ein Essen, einen hervorragenden Imbiss oder einen weiteren Höhepunkt im Bericht vergessen haben, so bitten wir dies zu entschuldigen. 

Reisebericht Apulien & Basilikata 2018 von Hermann Jossen / Schweiz

Liebe Haydee, lieber Giacomo,


für Euren grossen Einsatz die Tour:
A) Erfolgreich durchzuführen
B) Jedem seinen Wunschstellplatz zu organisieren
C) Informationen immer zu wiederholen bis es alle kapiert haben,

Sowie die geplante Reise durch treffsichere Ausstattungen zu ergänzen und zu illustrieren:

Dazu danken wir Euch bestens

Nicht nur unsere Frauen hatten – glaube ich – schon Freude an den schönen wohlgeformten Italienern auch wir Männer hatten Freude an den schönen Italienerinnen in ihren Hotpans.


Naja und nun kurz zu unserer Apulien-Basilikata Tour:
o In Roseto degli Abruzzi hat es Giacomo während der Nacht tüchtig ausschütten lassen, so dass wir „trockenen Fusses“ um 1500 Uhr zur Begrüssung schreiten konnten.
o Der Tisch war „nach erstem Eindruck“ schon kurz aber unsere kleine Teilnehmerzahl von 9 „temporär Fahrenden“ fand genügend Platz.
o Das Vorstellen der Reiseleitung und der Teilnehmer war stielvoll, kurz, informativ und prägnant.
o Das gemeinsame Begrüssungsessen schmeckte vortrefflich und garantierte eine wohlgenährte ruhige Nacht.
o Die Fahrt nach Vieste zeigte eindrücklich was das Kunstfahren auf kurvenreichen und engen Küstenstrassen so alles bietet. Oft mussten die Flügel, sprich Arme, angezogen werden um streiffrei vorbeizukommen.
o Vieste und der Camping Euro 92 entschädigten jedoch alle Anstrengungen.
o Eines der Highlights war wohl die Bootsfahrt der Küste entlang. Die Grottendurchfahrten waren „unheimlich schön“ und präzise von unserem Kapitän durchschifft worden. Niemand hatte sich den Kopf angeschlagen aber nicht nur das Boot hatte auf der schnellen Rückfahrt Schläge abbekommen.
o Ob Möven überfahren wurden oder Felsen im Wasser schuld waren bleibt ungelöst.
o Die Busfahrt mit Hermann im „Gepäckabteil“ und der Misstritt von Lissi mit Knöchelverletzung waren so nicht geplant. Sonst war Vieste aber entdeckungswürdig.
o Statt der Salatzubereitung unserer Frauen unter dem besserwisser Palaver der Männer, war der gedeckte Tisch von unserer Reiseleitung schon ein Paradebeispiel von Haydees und Giacomos Ideenreichtum. Statt mögliche Backterienfestivals unter der heissen Sonne war alles frisch und mundgerecht zubereitet was unsere Magen zu schätzen wussten. Trotz Vollverplegung reichte es noch für ein Reste-Essen am nächsten Abend. Das Petra „SIWA-Spezial“ Rotwein aus der Giesskanne ist schon gewöhnungsbedürftig und lustig aber immer noch besser als aus der Urinflasche. Zu empfehlen wäre auch eine Magensonde. Damit könnten man die Gläser sparen.
o Was das Wandern im Foresta Umbra (um Vieste) angeht: steil, holperig, Geröll, heiss unter glühender Mittagssonne muss schon noch mal überlegt werden. Vorschläge dazu waren viele gefallen. Schöne Aussichten über die herrliche Bucht und insbesondere Freundschaft durch Peter der mich im Schlepptau mitgezogen hatte, lassen das Dichterwort zu: „So sei es wie es wolle, es war doch so schön“. Leider durften Rita, Haydee, Günter und ich nicht mehr die Strasse zum Camping abwandern weil sonst der Bus umsonst gekommen wäre.
o Die Besichtigung des Trabucco kam mir vor wie eine Fisch-Oel-Förder-Plattform. Leider gab es weder Fisch noch Oelvorkommen was unser Giacomo mit Wasser, Wein, Gebäck und Chips geschickt zu überbrücken verstand.
o Der Sonntag mit der Busfahrt war:
o mit religiösem Inhalt bei San Pio,
o dem genüsslichen Nudelessen mit frischen Steinpilzen,
o dem Grottenkirchenbesuch als Dank einer nicht erfolgten Pilzvergiftung
o Durchfahrt des Nationalparkes Gargano mit Abstecher zum See, im Gegensatz des Trabucco
mit Fischinhalt,
o sowie das Pizzaessen am Abend,
o Alles das, gelinde gesagt, reichlich ausfüllend……..
o Die Fahrt zum Agriturismo „Sei Carri“ war nach der schönen, jedoch für die Fahrer
anstrengen Küstenfahrt, ein Vergnügen und problemlos.
o Der Stellplatz auf dem Bauernhof war einmalig, mit „ungefährlichen Landminen“ in Form von
ausgetrockneten Esel- oder Pferdeäpfeln bestückt, welche gut getarnt im hohem Grass
versteckt waren. „Gefährliche Trettminen“ waren keine vorhanden.
o Die sauberen Sanitäranlagen waren super und mit dem Stuhl unter der Türklinke für stille
Geschäfte und Duschvergnügen gut und sicher verriegelbar.
o Mit „Lasst hören aus alten Zeiten“ eröffnete sich die silonähnliche Stauferburg mit den
kleinen Räumen des Friedrich des Zweiten. Nach Verlassen der Räume unserer Führerin
erschienen diese schon etwas grösser. Mit der Breite kommt die Grösse schon mal etwas zu
kurz oder umgekehrt. Naja im Grunde genommen ist es nur eine optische Täuschung
entwender sind die Beine zu weit vorne oder nur weit hinten besonders bei uns Männer mit
Bierbauch um gerecht zu sein: Auch wir Grossen füllten den Raum.
o Das von der Chefin Ippolita gekochte Mehrgang-Essen war unendlich lang und üppig aber
schnell im Ablauf. Giacomo`s Blitzidee die überflüssigen Speisen welche am Laufband folgten
in Folienbehältern mitzunehmen war goldrichtig.
o Die Fahrt nach Bari zu dem Stellplatz war für uns „heiss-erprobten Draufgänger“ ein
Kinderspiel.
o Die ständig billenputzende Führerin fand den Durchblick aus dem Geschichtsunterricht um
uns die Stadt der engen Gassen und grossen Kirchen zu präsentieren.
o Die anschliessende Fahrt nach Alberobello war einfach und das Nachtessen nur noch
Nachtisch des Restessens des Vorabends. Der Schinken von „Hermann dem Ersten“ war ein
Hochgenuss, nochmals besten Dank.
o Ja die Trulli-Besichitigung war schon einsame Spitze. Das muss man gesehen haben. Keine
Beschreibung ist ihrer würdig. Die SIWA weiss schon, was sie Ihren Kunden bieten kann und
will - mit Haydee und Giacomo.
o Die anschliessende Fahrt nach Gallipoli war für die Schnellstrassenfahrer einfach schnell und
für die Landstrassenfahrer einfach gemütlich und besichtigungswürdig.
o Der Campingplatz machte, wie alle anderen auch, einen apulisch soliden Eindruck und das
Abendessen in Form der Pizza-Teilung nach Giacomos Art war genüsslich und dauerte bis tief
in die Nacht hinein. Günter und Lissi gingen als Erste und trafen als Letzte ein. Wo sind Sie
wohl geblieben?
o Giacomo und Haydee hatten auch an Ferien gedacht und gönnten uns zwei tolle Ferientage
am Pool und am Meer, der eine durch eine frühabendliche Kutschenfahrt mit Traktor in die
Weiten der Weinfelder COPPOLA mit anschliessender Weinprobierrunde was auch zu
diversen freien Käufen veranlasste.
o Der Freitag war der “ Day der voll klimatierten Schüttelbecher – Irrfahrt“.. Nein nein - Freude
herrscht. Die Ziele der Busfahrt an das Ende der Welt via herrlicher Küstenfahrten über
Otranto und Lecce wurden problemlos angefahren trotz den unbekannten Giro-
Strassensperrungen. Der Busfahrer, die Führerin und Giacomo fanden immer den richtigen
Weg. Weder wir noch Elke verwelkte- oder doch- nein nein alles paletti.
o Das anschliessende Nachtessen inclusive Getränke rundete den schönen Tag allseits höchst
zufrieden ab.
o Am Samstag als zweiter Ruhetag und Nationalfeiertag Italiens, konnten wir uns geistig und
körperlich auf die sonntägliche 228 km-Fahrt nach Matera vorbereiten.
o Der heisse Sonntag als Reisetag hier zum Agritourismo Matera Loperfido, reserviert auf
Giacomo Belardi (SIWA TOURS), wurde durch eine kurz ersehnte Gewitter- Dusche erlöst und
ein cooler Abend stand bevor. „Matera by Night“ war schon ein gelungener Schachzug von Giacomo uns auf Montag „heiss“ zu machen. Mein Foto, dass ich gestern Abend von Matera meiner Tochter geschickt habe, war wohl nicht so gut. Es kam die Frage zurück: ist das vor oder nach dem Erdbeben. Gut heute habe ich die Schärfe korrigiert.
o Die neue Woche konnte frisch fromm fröhlich frei und ausgeschlafen gestartet werden. Die Nachmittags angesetzte Höhlenstadt-Matera-Besichtigung war wiederum ein Bonbon wie wir Schweizer sagen oder ein besonderes Kuchenstück aus unserer Basilikata Reise.
o Ja das „Bella Italia“ präsentiert von Giacomo und Haydee war ein voller Erfolg. Das „Italiata“ von Giacomo gespickt mit Gestik und tollen Ueberraschungen eben „italienschicher Mentalität“ war genüsslich und vortrefflich.
o Ihm und seiner überaus freundlichen Gattin Haydee gehört unser grösster Dank. Gerne hätten wir dem Fussballfans Giacomo ein aktuelles Fussball-WM-Trikot der Squadra Azzurra besorgt. Bevor wir aber alle Tifosi gegen uns aufscheuchten – was gerade in Apulien/Basilicata gefährlich werden könnte, überreichen wir nun einen Umschlag gesammelter Dankesnoten. Er kann sich dann ein Russland-Trikot mit integriertem Doping besorgen aber aufgepasst wegen dem Heilmittelgesetz in Deutschland.
o Eine Triller- Pfeiffe für Schaffung von Durchsetzung bei Zwischenrufen an den nächsten Tourbesprechungen oder ein Waldhorn für nächste Bergwanderungen wären auch ein Vorschlag.
o Ende gut alles Gut – Diese Reise: war ist wird scheint bleibt dünkt mich eine der schönsten Reisen.
o Erheben wir nun das Glas auf das Wohl unserer Reiseleiter Haydee und Giacomo sowie auf die beste Teilnehmergruppe die es je gab. Ulis, Günthers, Peters und Hermanns Schlagfertigkeit lösten manchen Lacher aus. Eine Frau am Steuer - ein Ungeheuer - stimmt auch nicht mehr. Die Gleichberechtigung hat sich auch in unserer Gruppe durchgesetzt.
Das Dokument mit beglaubigter Unterschriften aller Teilnehmer bestätigt folgende Widmung:
Der türlose Tressor nach ISO Zertifizierung 1000 und einer Nacht beinhaltet eingeschobene „Dankesgrüsse“ welcher wohl durch eine Bombe zu öffnen wäre, aber nicht zu empfehlen wäre ein Flammenwerfer.

 

Besten Dank und Prost allseits

 

Hermann Jossen (Teilnehmer)
Schweiz
Matera den 04.06.2018

Reisebericht von Thea und Dieter Meurer                                                                                             Ich bin dann mal weg – mit Siwa Tours auf dem Jakobsweg vom 07.06.2017 bis 24.06.2017

Ich bin dann mal weg – mit Siwa Tours auf dem Jakobsweg
vom 07.06.2017 bis 24.06.2017
Das Buch von Hape Kerkeling hatte unseren Wunsch gestärkt, irgendwann einmal diesen
Weg nach Santiago de Compostela kennen zu lernen. Daher war recht schnell die Idee gereift,
die organisierte Tour für Wohnmobile und Wohnwagen von Siwa-Tours aus Biberach zu
buchen, zumal wir die beiden Reiseleiter Sibylle und Günter Bossert von einer gemeinsamen
Fahrt nach Sizilien kannten.
Ende Mai machten wir uns aus dem Rheinland auf in Richtung französische Pyrenäen, wo
unsere Reise in St. Jean-Pied-de-Port am 07.06.2017 startete. Im Laufe des Tages trafen
alle Teilnehmer auf dem schönen und ruhigen Campingplatz ein, und wir konnten diese
abends bei einem ersten Begrüßungsessen näher kennen lernen. Von Anfang an herrschte
eine nette und freundliche Atmosphäre unter allen Reiseteilnehmern.
Aus einem Mercedes Viano mit spanischem Kennzeichen war vor diesem Essen die Fernsehcrew
gekrabbelt. Sicherlich waren alle gespannt, wie die Begleitung mit diesem Fernsehteam
von SWR 3 unsere Reise beeinflussen würde.
St. Jean-Pied-de-Port mit dem Jakobustor ist der Beginn für die meisten Pilger. Am nächsten
Tag ging es mit den Fahrrädern oder per pedes in den Ort, immer begleitet durch das Kamerateam.
Im Pilgerbüro wurden die ersten Stempel abgeholt. Anschließend machten wir noch
gemeinsam eine Pause in einem Café und fuhren in Gruppen zurück zum Campingplatz.
Dort ließen wir den ersten Tag der organisierten Tour ausklingen.
Ab sofort fand jeden Morgen eine Informationsbesprechung durch die Reiseleitung statt.
Sibylle und Günter würzten diese jeweils mit ersten wichtigen Vokabeln der spanischen
Sprache. Natürlich musste Mollie, unsere vierbeinige Begleiterin, vorher jeweils alle Teilnehmer
herzlich begrüßen. Uns allen fehlt sicherlich ihre Zunge an unseren Knien und Waden.
Von St. Jean-Pied-de-Port führte die erste Etappe leider bei nebligem Wetter über den Pass
von Ibaneta bis zur Klosteranlage Roncesvalles und weiter nach Besuch der kleinen romanischen
Kapelle St. Maria de Eunate zu unserem nächsten Campingplatz in Mendigorria, wo
viele Spanier ihre Zelte, Wohnwagen und Wohnmobile für das Wochenende installiert hatten,
ein lebhaftes Treiben. Es war ein netter Platz mit Restaurant, Geschäft, guten Sanitäreinrichtungen
und einer gemütlichen Umgebung.
Hier fuhr uns leider der Schreck in die Glieder, weil die Campingplatzbetreiberin uns gegen
Abend mitteilte, unser Mitreisender Theo hätte einen Unfall gehabt. Glücklicherweise war
nichts passiert, nur konnte Theo an einer steilen Stelle sein front angetriebenes Fahrzeug
nicht mehr bewegen. Dank der Hilfe freundlicher Polizisten, die ihn schließlich mit einem
Geländefahrzeug herauszogen, wurde unser Theo unter Polizeieskorte zum Campingplatz
gebracht.
Dieser Campingplatz sollte für mehrere Tage unser Standort werden. Abends gab es vor
dem ersten gemeinsamen spanischen Abendessen zuerst einen Apéro mit Sangria auf der
Terrasse.
Samstags machten wir einen Tagesausflug nach Pamplona mit einer deutschen Reiseführerin,
die uns die Sehenswürdigkeiten der Stadt (Kirchen, Museo Diocesano, Stadtmauer,
Festung und natürlich Stierkampfarena) zeigte. Das vorabendliche Essen mit sehr viel Olivenöl
und Knoblauch führte während der Besichtigungen zu manch schnellem WC-Besuch.
Mittag wurde im ehemaligen Stammlokal von Hemingway mit Tapas, Wein und Bier sowie
Nachtisch und Kaffee gemacht. Hier wurde auch nochmals das Geburtstagsständchen für
Hermann gesungen, damit die Filmcrew dieses auch aufnehmen konnte. Abends lud uns
Hermann zu seinem Geburtstag auf die Terrasse des Campingplatzrestaurants zu einem
Apéro ein.
Am kommenden Tag ging es mit Bus und Reiseführerin Rosemarie in das bekannte Rioja-
Weinanbaugebiet. Die Fahrt führte über Estrella nach Laguardia, einer kleinen mittelalterlichen
Stadt, wo wir nachmittags an einer Kellerbesichtigung mit Weinprobe teilnehmen
konnten. Der ganze Ort ist quasi mit Weinkellern „durchlöchert“. Anschließend besichtigten
wir noch gemeinsam ein sehr interessantes Weinmuseum und fuhren dann mit dem Bus zu
den lebenden Hühnern in der Kirche Sto. Domingo de la Calzada.
Immer wieder sah man abends einige Reiseteilnehmer nochmals das Buch von Hape Kerkeling
lesen, der viele dieser Orte in seinem Buch beschrieben hat, so auch das Hühnerwunder.
Hape Kerkeling gibt die Stimmung auf dem Jakobsweg treffend wieder.
Über die bekannte Brücke Puente la Reina ging es am nächsten Tag noch einmal nach Estrella.
In der Nähe dieses Städtchens dürfen sich alle Pilger kostenlos an einem Weinbrunnen
laben. Das nahe Monasterio de Irache war leider geschlossen. Auf dem Campingplatz bei
Navarette kamen wir früh an und suchten Schatten bei mehr als 35 Grad.
Am nächsten Morgen machten wir eine gemeinsame Radtour zu einem nahegelegenen
Stausee, bevor wir am frühen Abend das Salatbüffet „à la Siwa“ zubereiteten. Immer wieder
überraschen die leckeren Salate und Köstlichkeiten, die von den Reiseteilnehmern zubereitet
werden. Die Zutaten werden vom Reiseleiterteam besorgt und ebenfalls die Getränke
spendiert. Hier durfte bei den Vorbereitungen und natürlich beim gemeinsamen Essen das
Fernsehteam nicht fehlen.
Als nächstes Ziel sollte Burgos angesteuert werden, wo wir am späten Nachmittag noch eine
kleine Wanderung bzw. Radtour zum Kartäuserkloster Miraflores in der Nähe des Campingplatzes
unternahmen. Danach gab es gemeinsam noch kühle Getränke am Campingplatzrestaurant.
Da vom Vorabend noch viele Brotreste übrig geblieben waren, beschlossen wir einen „Resteessen“
vorzubereiten. Übrig gebliebenes Brot mit Ei und Milch - ähnlich der armen Ritter -
eingeweicht und lecker gewürzt, wurden zu Speck, Zwiebeln und Pilzen gegeben und angebraten.
Außerdem gab es noch Häppchen sowie Gemüsefrikadellen, die Christel vorbereitet
hatte - nicht zu vergessen das leckere Tzatziki von Theo. Es hat fast noch besser als
am Vorabend geschmeckt und außerdem machte die Improvisation besonderen Spaß. Wie
bei allen Aktivitäten schloss sich kein Reiseteilnehmer aus, was sicherlich zeigt, welche Harmonie
bei der Tour herrschte. Natürlich wurde gemeinsam gespült. Anschließend saßen wir
noch zusammen und wurden die bisherigen Erfahrungen ausgetauscht.
Am nächsten Tag ging es vom Campingplatz auf einem schönen Radweg oder mit dem Bus
in das nahegelegene Zentrum von Burgos. Nach der Besichtigung der Kathedrale wurde
individuell das Zentrum mit seinen vielen typischen Tapas-Bars in den gemütlichen Gassen
erkundet.
Für das Abendessen sorgte heute die Fernsehcrew, die nach unseren Vorschlägen die Zutaten
besorgt hatten. Nach dem gemeinsamen Schnippeln für den Obstsalat ließen wir uns
dann Schinken, Chorizo und Käse zum Bot schmecken. Kleine Tapas von Christel ergänzten
diese Zutaten. Den Obstsalat gab es zum Abschluss; auch ein „Absacker“ durfte nicht fehlen.
Am 16.06.2017 fuhren wir früh nach Castrojeriz. Nach einer Erfrischungspause in einem typischen
Pilger-Café wanderten einige zum Convento des San Antón. Für die Radfahrer ging
es anschließend über Itero de la Vega und sehr staubige Feldwege bei großer Hitze nach
Boadilla del Camino. Diese Strecke durch Hitze und wenig Schatten strengte uns alle sehr
an. Wir bedauerten die Fußpilger auf diesem Weg.
Nach einer Pause in einem schönen Garten der Albergue wurden die Fahrer mit einem Taxi
zurück zu den Wohnmobilen und Wohnwagen gebracht. Anschließend fuhren wir zum Campingplatz
nach Sahagün. Überall auf der Reise sind uns freundliche und nette Menschen
begegnet. Dies konnte man vom Empfang auf diesem Platz allerdings nicht sagen. Für einen
städtischen Platz war dies keine Reklame.
Am nächsten Morgen machten wir gemeinsam eine Radtour auf dem Jakobsweg, um gegen
Mittag erneut zu starten. Fast alle Reiseteilnehmer steuerten einen großen Parkplatz in Leon
an, um die dortige Kathedrale zu besichtigen. Die Kirche verfügt über 1.800 m2 herrliche farbige
Glasfenster. Sie erinnerte an Nôtre-Dame in Paris. Der Samstagsmarkt war noch geöffnet.
Außerdem waren viele Musikgruppen der Pena-Anhänger - einer Musikkneipe - in der
Stadt unterwegs.
Abends erreichten alle wiederum wohlbehalten den Campingplatz in Villadangos del Paramo,
wo wir sehr freundlich von den Besitzern empfangen wurden. Hier merkte man wieder
die Herzlichkeit und Freundlichkeit der Menschen. Wieder kreisten die Eimer mit kaltem
Wasser, um die Füße zu kühlen und ein wenig Erfrischung zu haben.
Abends erfolgte eine Besprechung für den nächsten Tag; im Campingplatzrestaurant wurde
der erste Teil des Films „Dein Weg“ gemeinsam angesehen. Er berichtete über einen Vater,
dessen Sohn auf dem ersten Teil des Jakobsweges tödlich verunglückte und der sich dann
selbst mit der Urne auf den Jakobsweg begibt. Eine sehr bewegende Geschichte, die wir
gemeinsam in zwei Teilen anschauten.
Für Sonntag, 18.06.2017 waren wir um 10.00 Uhr mit dem Filmteam an der Pilgerbrücke
Puente de Obrigo im Ort Hospital de Obrigo verabredet. Es ist eine alte romanische
Steinbrücke aus dem Mittelalter mit ihren 20 Bögen, die von allen Pilgern überquert wird. Ute
hatte Mollie und die Fußgänger im Auto mitgenommen. Die übrigen Reisenden nutzten die
Fahrräder. Die Rückfahrt ging durch gemütliche kleine Orte, wo unsere Fahrradtruppe immer
freundlich begrüßt wurde. Jeder suchte nachmittags wegen der großen Hitze den Schatten
auf dem Campingplatz.
Montag war sicherlich einer der Höhepunkte der Reise. Die Fahrt ging über Astorga, wo Museum
und Kathedrale besichtigt wurden. Neben der Kathedrale steht der von Gaudi entworfene
Bischofssitz, in dem jedoch niemals ein Bischof wohnte. Mittags trafen wir uns zu einem
typischen spanischen Mittagessen im „Meson Asturum“, einem netten Lokal mit überaus
gastfreundlichen Menschen, die uns jeden Wunsch von den Augen abgelesen haben. Es
gab ein deftiges Gericht, ähnlich unserer Schlachtplatte (Cocido).
Gegen 15.00 Uhr ging es weiter über eine herrliche Gebirgsstrecke zuerst bis zum Cruz de
Ferro. Dort legen die Pilger von daheim mitgebrachte Steine ab, die symbolisch eine Last
darstellen sollen. Auch ein kleines improvisiertes Holzkreuz unserer Reisegruppe wurde dort
abgelegt. Ein sicherlich für alle bewegender Moment.
Am späten Nachmittag trafen wir uns nach einer wunderschönen Bergfahrt durch malerische
Bergdörfer (unter anderem El Acebo) auf dem Wohnmobilstellplatz in Ponferrada, der neben
einem Pilgerhotel gelegen ist. Abends machten wir gemeinsam noch einen Spaziergang in
die gemütliche Stadt mit der mittelalterlichen Burg der Tempelritter. Es herrschte ein Flair wie
auf einer italienischen Plazza.
Früh morgens starteten wir nach einer für einen Stellplatz außergewöhnlich ruhigen Nacht
zur längsten Etappe unserer gemeinsamen Tour nach Santiago de Compostela. Dies war
sicherlich eines der schönsten Teilstücke der Reise. Es ging über Passhöhen von bis zu
1.300 m durch die Berge über Kloster Samos nach Portomarin, einem Ort, der wegen eines
Staudammes einschließlich der alten Wehrkirche hoch gesetzt wurde.
Über Melide ging es auf dem Pilgerweg weiter. Jetzt kurz vor Santiago de Compostela nahm
die Zahl der Pilger zu. Letzte Station vor unserem Campingplatz war der Monte de Gozo, der
„Berg der Freude“, von wo aus bereits in der Ferne die Türme der Kathedrale auszumachen
sind.
Zum Stadtplatz in Santiago de Compostela gehört ein recht nettes Lokal mit gutem und
preiswertem Essen, wo wir uns abends zur Besprechung trafen.
Für Mittwoch, 21.06.2017 war Santiago de Compostela und der Besuch der Pilgermesse
geplant. Leider streikten die Busse und so mussten alle per pedes in die Stadt. Ute und Michael
sowie wir beide waren bereits vorgegangen und konnten Plätze in der Kathedrale frei
halten. So hatten wir alle eine hervorragende Sicht, als das große Weihrauchfass „Botafumeiros“
quer über unsere Köpfe durch die Kirche geschwenkt wurde.
Von der Reiseleitung war uns gesagt worden, dass nach diesem Pilgergottesdienst ein Pilgertreffen
mit anderen deutsch sprechenden Pilgern angeboten würde. Wir ahnten ja nicht,
mit welcher liebevollen Vorbereitung unser Empfang ablaufen sollte.
Auch wenn wir nur Teile des Jakobsweges mit dem Fahrrad oder zu Fuß gefahren oder gelaufen
sind, fühlten wir uns ebenfalls wie Pilger und nahmen diese Möglichkeit eines Treffens
gerne wahr. Nach einer schönen besinnlichen Stunde mit gemeinsamen Liedern und Gesprächen,
in der wir unsere Gedanken und Erlebnisse austauschen konnten, genossen wir
dann im herrlichen Ambiente des Pilgerhotels ein leckeres gemeinsames Pilgermenü.
Auch der abendliche spirituelle Rundgang um die Kathedrale war sehr schön. Mit Taxen fuhren
wir müde die wenigen Kilometer zum Campingplatz zurück. Aber nach kurzer Erholungsphase
trafen sich alle wieder im Campingplatzrestaurant, um diesen Tag gemeinsam ausklingen
zu lassen.
Jetzt ging der offizielle Teil unserer Reise schnell Richtung Ende. Rund 85 km waren es auf
kurzem Weg an vielen Getreidespeichern vorbei von Santiago de Compostela westwärts
zum Cabo Finisterra, dem sagenumwobenen Kap „am Ende der Welt“, das die galicische
„Todesküste“ beherrscht. An der schroffen Felsenküste haben sich im Laufe der Jahrhunderte
zahlreiche Schiffsunglücke ereignet. Gemeinsam mit Hermann erkundeten wir beiden
die Spitze, bekamen unseren letzten Pilgerstempel und sahen die Stellen, wo viele Jakobspilger
symbolisch ein Kleidungsstück, Schuhe oder auch einen Fahrradhelm verbrennen
oder zurücklassen.
Nach Kaffee und Gebäck trafen sich alle weiter südlich auf dem herrlich direkt am Meer gelegen
Campingplatz bei Muros. Dort konnten wir an den Strand, ins Wasser und Boule spielen.
Abends sahen sich dann alle wieder zum Abendessen mit toller Aussicht.
Am letzten Tag der organisierten Reise gab es noch eine Radtour zum nahegelegenen
Leuchtturm.
Abends feierten wir Abschied bei einem mehrgängigen hervorragenden Fischmenü im Restaurant
des Campingplatzes. Ein wenig Wehmut stellte sich ein. Aber so schnell wollte keiner
allein weiter fahren. Daher beschloss der Großteil (11 Personen von ursprünglich 14)
noch einen Tag an diesem herrlichen Ort zu bleiben und machte Samstag, 24.06.2017 noch
eine kleine Fahrradtour nach Muros.
Am Samstagabend waren wir von der Campingplatzbetreiberin zu einem kleinen kostenlosen
Imbiss eingeladen, der sich wiederum als umfassendes Menü mit Sardinen, Pellkartoffeln,
Muscheln, Hähnchenschenkeln und Rippchen sowie Salat darstellte. Noch lange genossen
wir anschließend bei netten Gesprächen die schöne Aussicht auf der Terrasse.
Ute, Michael und Mollie ließen wir am kommenden Morgen zurück und die übrige Truppe
verabredete sich auf dem Campingplatz Gaivota bei Barreiros, der schön ebenfalls oberhalb
des Meeres lag.
Leider regnete es am folgenden Tag bei der Fahrt entlang der Nordküste. Über Santillana del
Mare - dem spanischen Rothenburg o.d.T. - erreichten wir den Campingplatz in Islares, von
wo es am kommenden Tag mit öffentlichen Verkehrsmitteln gemeinsam nach Bilbao gehen
sollte.
Die Fahrt im kleinen Zubringerbus erinnerte uns sehr an ein Rennen auf dem Nürburgring.
Trotzdem kamen wir gut in Bilbao an.
Nach Besuch des tollen Guggenheim Museums trafen wir uns nach und nach im Museumscafé
und traten von dort die Rückfahrt zum Campingplatz an. Am Abend aßen wir ein letztes
Mal gemeinsam im dortigen Campingplatzrestaurant. Die vorbestellte Paella war hervorragend.
Am 28.06.2017 trennten sich unsere Wege nun endgültig. Es war eine schöne Zeit und alle
waren ein wenig traurig wegen des Abschiedes. Für uns ging es langsam über Bidart, einen
netten kleinen Campingplatz bei Messanges und über Bordeaux durchs Périgord und Burgund
wieder ins Rheinland zurück, wo wir am 03.07.2017 eintrafen.
Wir danken Sibylle und Günter für die gute Reiseplanung und ihre umsichtige und
freundliche Betreuung.
Aber auch unseren übrigen Mitreisenden möchten wir nochmals sagen:
„Liebe Jakobinerinnen und Jakobiner, Ihr wart eine tolle Truppe, hoffentlich sehen wir
uns noch einmal - auch gerne bei irgendeiner Reise - wieder!“
Jetzt sind wir alle gespannt, was aus rund 30 Stunden Film- und Tonmaterial bei einem
Reisebericht für SWR 3 herauskommen wird. Hoffentlich gibt dieser unsere sehr angenehme
Reisegesellschaft, die schönen Begebenheiten auf dem Jakobsweg, die herrliche Landschaft
und das Erlebnis dieser Reise wieder.


Thea und Dieter Meurer
Königswinter, 15.07.2017

SIWA TOURS
Siegfried Wagner
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