Alpentour entlang der Kupferstraße

Auf Ötzis Spuren von Feuersteinbrüchen bis zu Pfahlbautendörfern - Geologie zum Erleben

Reiseinfos

Gesamtkilometer: ca. 1.000 km

Tagesschnitt (8 Fahrtage): ca. 125 km


Reisedauer: 14 Tage

Fahrfreie Tage: 6 Tage

Startpunkt: Ebersberger Alm
Endpunkt: Zanser Alm / Villnösstal

 

Teilnahme ist für Reisemobile möglich. Für Wohnwagen-Gespanne bedingt (nach Absprache) möglich.
Fahrtechnisch werden durchschnittliche Anforderungen gestellt.

Für die Einreise genügt ein Personalausweis mit noch mindestens 6 Monate Gültigkeit, eine gültige Grüne Versicherungskarte, sowie ein Auslandsschutzbrief.

Gruppenreisen sind für Haustiere eher ungeeignet, da diese auf Busausflügen und im Restaurant nicht mitgenommen werden können.

Tourtermin:

26.05.19 bis 08.06.2019
vsl. Reiseleitung: Dipl. Geographen Jürgen Apel & Heidi Rüppel

Begleiten Sie uns auf unserer vierzehntägigen Themenreise entlang der „Kupferstraße“ vom Chiemgau aus nach Südtirol bis zum Gardasee und in die Monti Lessini.

 

Auf den Spuren der Natur- und Menschheitsgeschichte 
Was ist die „Kupferstraße“

 

Die „Kupferstraße“ ist eine alte Handelsroute, auf der auch Ötzi, der Mann aus dem Eis, vor mehr als 5.000 Jahren unterwegs war.


Die Kupferstraße ist rund 500 km lang. Sie beginnt in den Feuersteinbrüchen in den Monti Lessini bei Verona, östlich des Gardasees, und führt von dort aus über Bozen, Meran in den Vinschgau und durch das Schnalstal weiter über den Alpenhauptkamm ins Ötz- und Inntal, bis hin zu den zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannten Pfahlbaudörfern am Mondsee und Attersee.

 

Entlang der „Kupferstraße“ werden Sie wunderbare Landschaften kennenlernen, Museen besuchen, archäologische Ausgrabungsstätten und Originalschauplätze, an denen urgeschichtliche Menschen gewohnt, gerastet und geschlafen haben, wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben und wo sie ihre Rohstoffe, wie das Kupfer, gewonnen und weiterverarbeitet haben. Darüber hinaus erfahren Sie viel über die Entstehungsgeschichte der alpinen Landschaften und die geologischen Prozesse und klimatischen Einflüsse, die die Alpen geformt haben.

 

Keine Angst vor hohen Bergen und schmalen Straßen!

 

Auf unserer Tour durch die Alpen brauchen Sie keine steilen Berge besteigen und die Straßen zu den Stell- bzw. Campingplätzen sind gut ausgebaut. Die Ausflüge vor Ort unternehmen wir mit Mietbussen oder nutzen auch mal das öffentliche Verkehrsnetz. Die im Programm vorgesehenen Wanderungen werden den unterschiedlichen Ansprüchen und konditionellen Möglichkeiten gerecht (s. u. Anforderungen).

 

Tages-Etappen (Änderungen vorbehalten)

 

1. Tag: Anreise

Eigene Anreise nach Ebersberg. Am Abend Treffen der Teilnehmer. Kennenlernen und Besprechung des Programmablaufs für die nächsten Tage. Gemeinsames Abendessen.

Übernachtung: Wohnmobilstellplatz am Gasthof Huber, ohne V/E).

 

2. Tag: Ebersberger Alm - Chiemsee - Mondsee

Tagesthema: Eiszeit, Entstehung der Seenlandschaft und Besiedlung durch den Menschen

Am Vormittag fahren wir zur Ebersberger Alm. Vom 35 m hohen Aussichtsturm aus hat man bei guter Sicht einen herrlichen Blick auf die Alpen und das eiszeitlich geprägte Rosenheimer Land und Inntal. Während der Eiszeit, vor rund 20.000 Jahren, waren die Alpen komplett vergletschert. Mächtige Auslassgletscherzungen breiteten sich bis weit ins Alpenvorland hinaus aus, so auch der Inn- und Chiemseegletscher. Das Eis reichte bis zur Ebersberger Alm.

 

Von der Ebersberger Alm aus geht die Fahrt weiter durch die hügelige Moränenlandschaft Richtung Wasserburg und nach Seebruck am Chiemsee. Auf dem Weg dorthin werden wir noch eine imposante Hinterlassenschaft des Eises aufsuchen, einen so genannten Findling (Gewicht: 200 Tonnen).

 

In Seebruck unternehmen wir einen kleinen Spaziergang entlang des Seeufers und besuchen die Überreste eines römischen Räucherhauses (Darre).

 

Von Seebruck aus geht die Reise weiter Richtung Mondsee.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

 

3. Tag: Mondsee am Mondsee - Attersee - Seewalchen

Tagesthema: Geschichte der Pfahlbaukultur

Tagesausflug mit Bus. Am Vormittag besuchen wir das Pfahlbaumuseum in Mondsee. Die untergegangenen Pfahlbaudörfer von Mond- und Attersee sind 2011 zusammen mit weiteren Pfahlbaudörfern im gesamten Alpenraum zum Welterbe der UNESCO ernannt worden. Während der Jungsteinzeit, vor mehr als 5.000 Jahren, lebten an Mond- und Attersee Bauern. Neben der Landwirtschaft widmeten sich die Menschen auch der Kupfergewinnung und - verarbeitung. Das Mondseeland muss so etwas wie ein Technologiezentrum der Kupfergewinnung und -verarbeitung gewesen sein. Die Leute vom Mondsee betrieben regen Fernhandel. Die Handelsbeziehungen reichten über die Alpen nach Italien und über die Donau bis zum Schwarzen Meer.

 

Anschließend besuchen wir die untergegangenen Pfahlbaustationen entlang des Mond- und Attersees. Auf einer ufernahen Straße fahren wir von Mondsee aus nach Seewalchen am Attersee. Die Fahrt ist ein Erlebnis. Immer wieder hat man schöne Ausblicke und man kommt sehr nah an Mond- und Attersee heran. Eine der Welterbestätten liegt in See, am Fuße des Schafberges - ein  fossiles Riff, das während der Alpenbildung viele tausend Kilometer von der Nordküste Afrikas bis hierher verfrachtet wurde. Hier legen wir einen Stopp ein. Leider ist von den Pfahlbaudörfern nichts mehr zu sehen. Die Überreste liegen unter Wasser. Bei Misling sind Boots- und Badehäuser in den See hineingebaut, Holzkonstruktionen auf Pfählen. Sie vermitteln einen kleinen Eindruck davon, wie die Pfahlbauten das Seeufer hier einst säumten.

 

Am Nachmittag unternehmen wir eine Schiffsexpedition und erkunden den nördlichen Attersee, erfahren interessante Geschichten über seine Entstehung und über die hier lebenden Perlfische, Seelauben und Armleuchteralgen. In Seewalchen tauchen wir noch einmal in die Frühgeschichte ein und staunen über originale Pfähle, Steinwerkzeuge, Pfeilspitzen und einen faszinierenden Steinzeit-Bohrapparat.

 

Rückfahrt zum Wohnmobil-Stellplatz auf dem Camp MondSeeLand.

Übernachtung: Camp MondSeeLand in Mondsee/Tiefgraben.

 

4. Tag: Mühlbach am Hochkönig

Tagesthema: 4.000 Jahre Bergbaugeschichte und Kupfererzgewinnung

Heute verlassen wir das Mondseeland und fahren an Salzburg, der Burg Hohenstein und dem Götschenberg vorbei zum Mitterberg nach Mühlbach am Hochkönig, der mächtigsten Kupfererzlagerstätte der Ostalpen. Über viele Jahrtausende wurde hier Erz abgebaut. Vom Mitterberg hatten auch die jungsteinzeitlichen Pfahlbauer von Mond- und Attersee mit großer Wahrscheinlichkeit ihr Erz bezogen. In Mühlbach angekommen, besuchen wir zunächst das Bergbaumuseum. Anschließend geht es hinauf zum Arthurhaus (Hotel und Gaststätte) und zu unserem Stellplatz.

 

Vom Arthurhaus aus unternehmen wir eine kleine Wanderung entlang des Erzweges. Zunächst werfen wir einen Blick in das so genannte Keltenloch, einen schräg in den Berg getriebenen bronzezeitlichen Grubenbau, wo mittels Feuersetzen das Erz gewonnen wurde. Weiter geht es in das prähistorische Erzabbaugebiet am Hochkeil und auf dem Troiboden, wo bei archäologischen Grabungen unter anderem ein Kupferbeil gefunden wurde, wie es der berühmte Gletschermann Ötzi bei sich trug. Hier hatten vermutlich auch die Pfahlbauer von Mond- und Attersee ihre Minen.

 

Unsere Wanderung könnten wir bei schönem Wetter noch ein wenig ausdehnen und hinauf zur Mitterfelder Alm auf 1.670 m Höhe wandern (170 Höhenmeter, Gehzeit: 45 Min. vom Arthurhaus). Weite Blicke bis in die Tauern und zum Großglockner erwarten uns.

 

Am Abend gemeinsames Essen im Arthurhaus.

 

Anforderung Wanderung Erzweg: 3-4 km und 150 Höhenmeter. 

Übernachtung: Wohnmobil-Stellplatz/Parkplatz Arthurhaus am Hochkönig (1.500 m ü.N.N.), ohne V/E).
Einkaufmöglichkeit: In Mühlbach.

 

5. Tag: Reisetag entlang der „Kupferstraße“ ins Ötztal

Tagesthema: Stuibenfall, Felssturz zu Köfels

Heute setzen wir unsere Reise auf der „Kupferstraße“ fort und fahren von Mühlbach aus in Richtung Salzburg und weiter durch das Inntal, vorbei an Schwaz und Innsbruck, ins Ötztal nach Umhausen zum Felssturz zu Köfels und zum Stuibenfall, wo wir gegen Mittag ankommen werden. Treffpunkt Parkplatz in Niederthai.

 

Der Felssturz zu Köfels ereignete sich vor etwa 9.600 Jahren. Rund 3 Kubikkilometer Gestein stürzten vom gegenüberliegenden Berg in die Tiefe und riegelten das Ötztal auf einer Länge von circa 3 Kilometern ab. Das Wasser der Ötztaler Ache staute sich im Längenfelder Becken zu einem riesigen See. Irgendwann schaffte es die Ache, die Felssturzmassen zu durchbrechen und das Wasser des Sees floss ab. Die Maurachschlucht war entstanden, die wir auf dem Weg zu unserem Campingplatz durchfahren werden. Auch in Niederthai hat sich durch die Felssturzmassen ein See gebildet. Noch heute zeugen markante Seeterassen davon. Von Niederthai aus könnten wir eine kleine Wanderung entlang des Horlachbaches bis zum Stuibenfall unternehmen (2 km und 180 Höhenmeter bergab). Auf der Aussichtplattform stehen Sie direkt über dem Wasserfall und blicken 160 m in die Tiefe. Anschließend fahren wir durch das Längenfelder Becken zu unserem Campingplatz in Huben.

Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.
Einkaufmöglichkeit: Supermarkt in Längenfeld.

 

6. Tag: Vent im Ötztal

Tagesthema: Heilige Berge - afrikanischer Boden und steinzeitliche Jäger und Händler

Am Vormittag fahren wir mit dem Bus ins schöne Bergsteigerdorf Vent und unternehmen dort eine gemütliche Wanderung mit Rucksackverpflegung. Nach dem Dorfrundgang mit Besichtigung der Bergsteigerkapelle geht es auf dem archäologischen Wanderweg A2 weiter in Richtung Similaun zu den Originalschauplätzen, an denen steinzeitliche Jäger und Händler gerastet und geschlafen haben (Hohler Stein) und wo sie kultische Rituale vollzogen und Gottheiten verehrt haben (Kaser).

 

Anforderung Wanderung: Von Vent bis zum Hohlen Stein sind es 1,5 km (150 Höhenmeter), bis zum Kaser weitere 2 km und 100 Höhenmeter. Der Weg ist ein gut ausgebauter Fahrweg - bequem zu gehen.

 

Auf Wunsch führen wir auch einen Teil der Gruppe noch ein Sück weiter bis zur Schäferhütte (2.246 m) und zur Martin-Busch-Hütte auf 2.501 m. Maximale Anforderung: (7 km, 650 Hm).

 

Am späten Nachmittag fahren wir zurück zum Campingplatz in Huben.

Übernachtung: Ötztaler Naturcamping in Huben.

 

7. Tag: Reisetag über den Reschenpass nach Südtirol - Naturns  

Tagesthema: Wo hat Ötzi gelebt?

Nach dem Frühstück verlassen wir das Ötztal und fahren über Landeck und den Reschenpass nach Südtirol. Ab Imst folgen wir der alten Römerstraße Claudia Augusta. Kurzer Stopp am Haidersee mit Blick zum Ortler.

 

Weiter geht es in den Vinschgau, vorbei am Tartscher Bühel und Vinschger Sonnenberg mit seiner einzigartigen Steppenvegetation nach Naturns auf unseren Campingplatz. Nachdem wir uns dort eingerichtet haben, besuchen wir Schloss Juval am Eingang des Schnalstales. Ein Shuttle-Bus bringt uns den Burgberg hinauf zum Schloss bzw. zum Messner Mountain Museum, das wir besuchen werden.

 

Anschließend unternehmen wir vom Schloss aus einen Spaziergang (1,5 Kilometer bergab) entlang des Schnalswaals zur neolithischen Grabungsstätte am Burgberg. Hier könnte Ötzi, der Mann aus dem Eis, gewohnt haben. Von der Grabungsstätte aus genießen wir einen herrlichen Blick ins Etschtal und auf die zahllosen Apfelplantagen des Vinschgaus. Auf dem Oberortlhof, einem urigen Bergbauernhof von Reinhold Messner, besteht die Möglichkeit zur Einkehr. Per Shuttle-Bus geht es vom Oberortlhof aus zurück zum Parkplatz am Vinschger Bauernladen. Von hier aus ist es nur ein kurzer Fußweg bis zu unserem Campingplatz im Zentrum von Naturns.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

 

8. Tag: Naturns - ArcheoParc - Vernagt - Naturns

Tagesthema: „Ötzi“ und das Leben der Menschen in der Jungsteinzeit

Am Vormittag besuchen wir den ArcheoParc Schnals in Unser Frau (mit Führung). Das Freilichtmuseum informiert anschaulich über das Leben der Menschen der Jungsteinzeit und über Ötzis Lebensraum.

 

Nach einer Mittagspause dort im Bistro geht es nach Vernagt, zu Fuß oder per Bus. Die Via monachorum, ein schöner Wanderweg, führt uns vom ArcheoParc aus nach Vernagt. Wir wandeln sozsuagen auf „Ötzis Spuren“ (Wanderung: 40 Minuten Gehzeit, 2 km und 220 Höhenmeter). Am türkisfarbenen Vernagt-Stausee angekommen, blicken wir von der Staumauer aus hinauf zum Tisenhof, einen Bergbauernhof auf 1.814 m Höhe. Der Hof liegt am Eingang des Tisentals, durch das Ötzi und die steinzeitlichen Händler zogen, um von der Alpensüd- auf die Alpennordseite zu gelangen oder in umgekehrter Richtung. Beladen waren sie mit allerlei Handelsgütern, wie Getreide, Salz, Feuerstein und Kupfer.

 

Von Vernagt aus geht es per Bus (ÖPNV) am späten Nachmittag zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

 

9. Tag: Ausflug ins Eisacktal nach Villanders  

Tagesthema: Siedlungsspuren aus der Steinzeit und die Entstehung der Dolomiten

Heute geht es von Naturns aus mit dem Bus ins schöne Eisacktal, wo der Mann aus dem Eis vermutlich seine frühe Kindheit verbracht hat. Wir besuchen den Archeoparc in Villanders (mit Führung), eine der bedeutendsten archäologischen Fundstätten mit Siedlungsspuren von der Mittelsteinzeit über die Jungsteinzeit und Bronzezeit bis zur Römerzeit.                                                                                                                   

 

Die Mittagspause verbringen wir auf der Villanderer Alm mit Blick auf die Dolomiten und hinüber zum Brandopferplatz auf der Schlernhochfläche. Für weitere schöne Ausblicke bietet sich eine kleine Wanderung über die Villanderer Almen in Richtung Seeberg an. Eine schöne Einkehrmöglichkeit bietet die Gasser Hütte. Gegen Abend geht es zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

 

10. Tag:  Bozen - Meran

Tagesthema: Dem Mann aus dem Eis ganz nah - Grenze zwischen Ur-Europa und Ur-Afrika

Per Bus starten wir unseren Tagesausflug nach Bozen und Meran. In Bozen besuchen wir das Archäologiemuseum und sehen uns dort den Mann aus dem Eis hinter einer Panzerglasscheibe an. Für einen Rundgang durch Bozens Altstadt, zum Waltherplatz und berühmten Bozener Bauernmarkt, bleibt genügend Zeit.

 

Am Nachmittag fahren wir nach Meran. Von Gratsch aus geht es entlang der Tappeinerpromenade in Richtung Pulverturm und Meraner Innenstadt. Der Tappeiner Weg gehört zu den schönsten Höhenpromenaden Europas (Länge: 4 km ab Pulverturm). Der Weg weist kaum Steigungen auf. Auf dem Weg zum Pulverturm queren wir die Nahtstelle, an der Ur-Europa und Ur-Afrika vor 50 Millionen Jahren aufeinandergeprallt sind und in der Folge die Alpen herausgehoben wurden. Auch Gletscherschrammen sind an einem freiliegenden Felsblock zu sehen. Herrliche Ausblicke und ein Mix aus alpiner und mediterraner Vegetation erwarten uns. Überall stehen Bänke zum Ausruhen und Verweilen und es gibt nette Einkehrmöglichkeiten. Von Meran aus geht es mit dem Bus zurück nach Naturns auf unseren Campingplatz.

Übernachtung: Campingplatz Adler in Naturns.

 

11. Tag: Naturns - Fiavé - Gardasee

Tagesthema: Pfahlbauten Fiavé

Heute geht es von Naturns aus weiter auf der „Kupferstraße“ in Richtung Gardasee. Besuch des Pfahlbaumuseums und Archäologischen Freigeländes von Fiavè (Rundgang vom Parkplatz mit Museum circa 4 Kilometer). Die Ausgrabungsstätte von Fiavè zählt zum UNESCO Weltkulturerbe der „Prähistorischen Pfahlbauten des Alpenraumes“. Die archäologischen Ausgrabungen brachten Überreste von Hütten zu Tage, die zunächst am Seeufer (3.800 bis 3.600 vor Christus) und später nach dem klassischen Pfahlbaumodell über Wasser (1.800 bis 1.500 vor Christus) errichtet wurden.           

 

Von Fiavè aus geht die Reise weiter an den Gardasee. Eine atemberaubend schöne Fahrt erwartet uns.

Übernachtung: Camping al Porto in Torbole sul Garda oder Camping Maroadi in Torbole sul Garda.

 

12. Tag: Gardasee - Monti Lessini - Gardasee

Tagesthema: Feuersteine und Höhlen von Neanderthalern

Heute geht es per Bus in die Monti Lessini zu den Feuersteinbrüchen und zur Ponte di Veja. Nicht nur in den untergegangenen Pfahlbausiedlungen an Mond- und Attersee wurde dieser zu Werkzeugen und Waffen verarbeitete Feuerstein gefunden, auch Ötzi trug Werkzeuge und Waffen (Pfeilspitzen) aus Feuerstein aus den Monti Lessini bei sich.

 

Anschließend besuchen wir die in der Nähe gelegene Grotta di Fumane, eine der bedeutendsten prähistorischen Ausgrabungsstätten in Europa mit Siedlungsspuren von Neanderthalern und des frühen Aurignacien - von anatomisch modernen Menschen. Seit 2005 ist die Grotte der Öffentlichkeit zugänglich. Vom Parkplatz bis zur Grotte sind es 500 Meter zu Fuß. Nach Besuch der Grotte geht es zurück auf unseren Campingplatz am Gardasee.          

Übernachtung: Camping al Porto in Torbole sul Garda oder Camping Maroadi in Torbole sul Garda.

 

13. Tag: Gardasee - Castelfeder - Geislerspitzen (Villnösstal)

Tagesthema: Bastion der Römer - glutheiße Aschewolken und Faszination Dolomiten

Heute ziehen wir langsam wieder Richtung Norden. Nach circa einer Stunde Fahrzeit werden wir einen Abstecher nach Castelfeder machen und einen alten Siedlungs- und Kultplatz besuchen, der bis in die Bronzezeit zurückreicht. Sicher rasteten hier auch schon die jungsteinzeitlichen Händler, die mit Feuersteinen aus den Monti Lessini beladen waren. Im 6. Jahrhundert errichteten die Römer hier eine Bastion zum Schutz gegen die Germanen. Die Siedlung war umgeben von einer rund 500 m langen Stadtmauer, die in ihrer Bauweise an die Stadtmauer Konstantinopels, das heutige Istanbul, erinnert. Reste dieser Mauer sind noch erhalten.

 

Nach einem kleinen Spaziergang über das von Gletschereis abgeschliffene Felsplateau aus rötlichem Vulkangestein (Quarzporphyr) bietet sich uns von den Resten der Stadtmauer aus - den Kuchelen - ein grandioser Ausblick ins breite Etschtal und zur Salurner Klause. Ein artenreicher submediterraner Buschwald gedeiht hier prächtig. Im Schatten der Bäume lässt es sich hier auch an heißen Tagen gut aushalten. Zeit für ein Päuschen.

 

Weiter geht es ins Villnösstal zu unserem Stellplatz auf der Zanser Alm. Dort angekommen, könnten wir noch einen kurzen Spaziergang unterhalb der Geislerspitzen unternehmen, wo Extrembergsteiger Reinhold Messner in seiner Jugend die ersten Klettererfahrungen gesammelt hat. Im Berggasthof Sass Rigais (auf 1.680 m Höhe) beschließen wir unsere Reise mit einem gemeinsamen Abendessen. Dabei genießen wir den herrlichen Blick auf die Geislerspitzen.

Übernachtung: Wanderparkplatz Zanser Alm (Wohnmobil-Stellplatz, 1.670 m ü.N.N.), ohne V/E).

 

14. Tag: Antritt der Heimreise

 

 

 

Unsere Leistungen

 

Reiseorganisation, deutschsprachige Reisebegleitung,

örtliche Reiseführer laut Programm,

10 x Campingplatz,

3 x Stellplatz,

3 x Essen,

4 x Busausflug: Mond- und Attersee, Meran-Bozen, Eisacktal-Villanders, Monti Lessini.

Transfer: ÖPNV/Mietwagen Huben-Vent, Shuttle-Service Schloss Juval, ÖPNV Schnalstal.

Eintrittsgebühren: Pfahlbaumuseum, Mondsee, Schifffsexpedition Attersee, Bergbaumuseum Mühlbach, Messner Mountain Museum Schloss Juval, Archeoparc Schnals mit Vorführung, Archeoparc Villanders, Archäologiemuseum Bozen, Pfahlbaumuseum Fiavè, Grotta di Fumane.

 

Reise und Tourunterlagen.

 

 

Teilnehmergebühren

Reisemobil/Wohnwagen

Einzelperson        
€ 1.410,--


Mit zwei Personen
€ 2.395,--

Jede weitere Person über 18 Jahre
€ 995,--

Änderungen vorbehalten.

SIWA TOURS
Siegfried Wagner
Industriestraße 50
D-88441 Mittelbiberach
Tel. +49 (0) 73 51-1 30 23
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